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Vegetationszonen: Die Zone der winterkalten Steppen und Wüsten


Vegetationszone, winterkalte Steppe, Wüste, Prärie, Pampa, Brände, trockenliebende Gräser, krautige Pflanzen, hochwüchsige Stauden, Zwiebelgewächse



Winterkalte Steppe Eurasiens (Klett)


Verbreitung

Die weiten geschlossenen Steppengebiete im Bereich der gemäßigten Breiten auf der Nordhalbkugel kommen sowohl in Eurasien (vom Schwarzen Meer bis nach Nordost-China) als auch in den Great Plains Nordamerikas (hier wird die Vegetationseinheit als Prärie bezeichnet) vor. Auf der Südhalbkugel nimmt die gemäßigte Klimazone einen weit geringeren Flächenanteil ein, als auf der nördlichen Seite. Deshalb kommen in dieser Zone, mit Ausnahme der Pampas Argentiniens und Uruguays, auch keine größeren Grasflächen vor.


Klima

Die Vegetationszone ist klimatisch durch eine lange Sommertrockenheit und tiefe Winterkälte geprägt. Der Jahresniederschlag, der hier zwischen 200 - 400 mm liegt, reicht nicht aus, um einen geschlossenen, von Bäumen dominierten Vegetationstyp entstehen zu lassen. Die Niederschläge fallen unregelmäßig über das Jahr verteilt und nicht selten treten monatelange Dürreperioden auf. Die Vegetationsperiode beschränkt sich auf den Frühsommer.


Vegetation

Die typische baumlose Pflanzenformation der Steppe setzt sich überwiegend aus trockenliebenden Gräsern und krautigen Pflanzen zusammen; kennzeichnend sind zudem auch hochwüchsige Stauden und Zwiebelgewächse.
Im Maße abnehmender Niederschläge kommen verschiedene Steppentypen wie Wald-, Gras- und Wüstensteppe vor. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse sind die Wachstumsbedingungen für Gräser optimal, es bildet sich eine mehr oder weniger geschlossene 0,1 - 1 m hohe Vegetationsdecke aus.
Neben dem Klima spielt der Faktor Feuer auch eine entscheidende Bedeutung für die Ausbildung von Grasland. Das Wachstum von Gras setzt unmittelbar nach Bränden oder nach dem Abmähen erneut ein, während Holzgewächse in der Regel durch Brände oder Kahlschläge vollständig absterben. Zudem verhindert Feuer die Streuanhäufung, durch die der Graswuchs behindert wird.


Quelle: Geographie Infothek
Autor: Susanne Heise
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2003
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 26.01.2006
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