TERRA-Online / Realschule


Vegetationszonen: Die Zone der Savannen und Trockenwälder


Vegetationszone, Savanne, Trockenwald, Halbwüsten, Monsunwälder, saisonale Niederschlagsverteilung, Dorn-, Trocken- und Feuchtsavanne



Dornenstrauchsavanne (Klett)


Verbreitung

Die Vegetationszone der Savannen und Trockenwälder erstreckt sich in Afrika sowohl nördlich als auch südlich der tropischen Regenwälder. Mit steigender Trockenheit gehen sie in Halbwüsten über. In Asien bedecken Monsunwälder große Teile von Indien und Südostasien. Auch im Norden von Australien gibt es derartige Waldländer und Savannen. Auf der Südhalbkugel erstrecken sich Trockenwälder entlang der Pazifikküste von Mexiko und Zentralamerika sowie über einen großen Teil von Kuba, der Halbinsel Yucatán und den Westen von Ecuador. Auch über große Teile des Kernlands von Brasilien, Argentinien, Bolivien und Paraguay befinden sich savannenartige Baumformationen.


Klima

Charakteristisch für die sommerfeuchten Tropen ist die ausgeprägte Saisonalität der Niederschlagsverteilung. In den meisten Fällen gibt es eine sommerliche Regenzeit und eine winterliche Trockenzeit. Die feuchte Zeitspanne ist für die Pflanzen größtenteils identisch mit der Vegetationsperiode.


Vegetation

Gewöhnlich wird die Savannenzone nach den Merkmalen Dauer und Ergiebigkeit der Regenperiode, die im Jahresmittel zu erwarten sind, unterteilt: Dornsavanne (2 bis 4 Regenmonate, mit etwa 400 - 600 mm Niederschlag), Trockensavannen (5 bis 7 Regenmonate, mit etwa 500 - 1.000 mm Niederschlag) und Feuchtsavanne (7 bis 9 Regenmonate, mit 1.000 - 1.500 mm Niederschlag). Diese Dreiteilung drückt sich auch in einer Differenzierung von Vegetation, Böden und Landnutzung aus. So ist z. B. der Graswuchs in den Trockensavannen (auch Kurzgrasflure genannt, mit Grashöhen 0,5 - 1,5 m) deutlich niedriger als in den Feuchtsavannen (die auch als Langgrasflure bezeichnet werden, mit Grashöhen von 2 - 3 m).
Dabei zeichnet sich die Vegetationsformation der Savannen durch eine ausgedehnte homogene Grasfläche mit verstreut darin stehenden Bäumen und Sträuchern aus. Die Übergänge von lichten Wäldern (Savannenwäldern; hier dominieren die Bäume) zu Savannen und baumfreien Graslandschaften (Grasland, Steppe) sind fließend. Die Bäume der Savannen zeichnen sich durch drei auffallende Eigenschaften aus: Sie haben oft eine schirmförmige Krone, sind weitgehend feuerfest (Brände ausgelöst durch Blitzschlag, in neuerer Zeit auch durch menschliche Einwirkungen, sind keine Seltenheit), und haben tiefgehende, bis zum Grundwasser reichende Wurzeln, die bis zu einer Tiefe von 40 Metern reichen können.
An einigen Stellen werden die Bäume zu schmalen Streifen entlang von ausgetrockneten Flussbetten zurückgedrängt, man spricht hier von Galeriewäldern.
Natürliche Savannen kommen nur bei Jahresniederschlägen unter 600 mm vor; sekundäre Savannen entstehen durch trockenzeitliche Busch- und Grasbrände, die oft vom Menschen verursacht werden. Die so entstandenen Schäden beeinflussen die Savannen-Ökosysteme in vielfältiger und nachhaltiger Weise. Es entsteht ein "Vegetationsmosaik" aus verschieden alten Degenerationsstadien (mit unterschiedlichen Vegetationsstrukturen und Artenzusammensetzungen).


Quelle: Geographie Infothek
Autor: Susanne Heise
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2003
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 06.04.2010
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