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Vegetationszonen: Die Zone der Wüsten und Halbwüsten


Vegetationszone, Wüste, Halbwüste, Savanne, Subtropen, kalte Meeresströmungen, Wassermangel, Tag- und Nachtklima, kleine Blätter, Wachsschicht



Tropische Wüste (Klett)


Verbreitung

Die Vegetationszone der subtropischen Wüsten und Halbwüsten bedeckt weite Gebiete in Nord-Afrika (Sahara) und Vorderasien, Südwest-Afrika (Namib, Kalahari), Zentral-Australien und an der Westküste Chiles (Atacama) sowie das Übergangsgebiet zwischen Mexiko und der USA. Dabei sind die Übergänge von Wüste, Halbwüste zur Savannen oder savannenähnlicher Vegetation fließend; entscheidend ist die Länge und Intensität der Trockenperioden.
Die meisten der subtropischen Küstenwüsten sind auf kalte Meeresströmungen zurückzuführen, z. B. ist die Atacamawüste an der Pazifikküste von Chile und Peru durch den Humboldtstrom beeinflusst und die Namibwüste durch den Benguelastrom vor der Westküste Afrikas. Durch die kalten Meeresströmungen kommt es kaum zu Wolkenbildungen über dem Wasser und dies ist auch der Grund, weshalb an dieser subtropischen Küste nur selten Regen fällt.


Klima

Für das Klima im Bereich der subtropischen Wüsten und Halbwüsten ist ein extremes Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht und ein damit verbundener tagesrhythmischer Wechsel des Luftfeuchtigkeitsgehalts typisch; dabei ist der Winter nur ein wenig kühler als der sehr heiße Sommer. Ausgeprägte atmosphärische Hochdruckgebiete halten heiße, trockene Luftmassen über jene Regionen der Erde, die nördlich und südlich an die Tropen angrenzen. In diesen Landstrichen kommt es nur ganz selten zu Niederschlägen, der dann mit jährlichen Mengen zwischen 50 - 250 mm fällt.


Vegetation

In den subtropischen Wüsten und Halbwüsten liegen die Deckungsgrade der Dauervegetation unter 50 %. Die Verteilung der Pflanzen ist entweder diffus (Halbwüsten) oder kontrahiert (Wüsten). Wenn es sich um feine Böden mit hohem Wasserhaltevermögen handelt, dominieren Gräser. Die tiefgründiger wurzelnden Gehölzpflanzen sind demgegenüber auf gröberen Böden überlegen, wo die Wassergehalte niedriger bleiben und sich höhere Anteile des Bodenwassers in größerer Tiefe befinden.
In den Halbwüsten besteht der Pflanzenwuchs hauptsächlich aus harten Büschelgräsern und Sträuchern, die spezielle Anpassungsmechanismen zur Wasserspeicherung ausgebildet haben. So speichert eine wichtige Gruppe der Wüstenpflanzen (z. B. Aloe, Agave, Wolfsmilch, Kakteen und andere Sukkulenten) das Wasser im Gewebe der Stämme, Blätter oder Wurzeln. Andere Anpassungsformen an die extremen Klimabedingungen sind sehr kleine Blätter, die nur während der kurzen Regenzeit erscheinen oder Blätter, die von einer dicken Wachsschicht umgeben oder dicht behaart sind. Manche Pflanzen haben auch ihre Sprossachse stark verkürzt, so dass die Transportwege für Wasser und Nährstoffe verkürzt werden.
In Wüsten fehlt eine Vegetation fast vollständig, was durch den extremen Wassermangel und die intensive Sonneneinstrahlung bedingt ist.
Wenn es doch zu Regenfällen kommt erwacht die Wüste zum Leben und es sprießen überall die bis dahin im Boden ruhenden Samen, doch lokale Salzanreicherungen schränken das Artenspektrum stark ein.


Quelle: Geographie Infothek
Autor: Susanne Heise
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2003
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 17.01.2006
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