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Infoblatt Sachsen-Anhalt in Zahlen


Tabellarische Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen Sachsen-Anhalts



Bundesland im Osten der Bundesrepublik Deutschland, im Nordosten und Osten durch Brandenburg, im Südosten durch Sachsen, im Südwesten durch Thüringen und im Westen und Nordwesten durch Niedersachsen begrenzt.

Interaktive Satellitenkarte von Sachsen-Anhalt (Google)


Geschichte

Sachsen-Anhalt besitzt keine einheitliche Territorialgeschichte.
4. Jh.: Siedlungen deutscher Stämme (u. a. Thüringer) und Slawen.
968: Otto I. gründet Erzbistum Magdeburg, um Christianisierung im Osten voranzutreiben.
1815: Entstehung der preußischen Provinz Sachsen mit der Hauptstadt Magdeburg.
Eingebettet in diese Provinz liegt das Land Anhalt.
Sachsen bis 1944 existent, im Dritten Reich Aufteilung in die Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg.

Anhalt im Mittelalter durch die Askanier regiert.
1570: Zusammenlegung des gesamten anhaltischen Besitzes.
1603: Erneute Teilung Anhalts in die Linien Anhalt-Dessau, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Köthen, Anhalt-Zerbst und Anhalt-Plötzkau.
1807: Beitritt der noch bestehenden Teil-Fürstentümer als Herzogtümer zum Rheinbund.
1833/34: Beitritt zum Deutschen Zollverein.
1863: Vereinigung der anhaltinischen Gebiete zu einem Herzogtum.
1918: Anhalt wird ein Land des Deutschen Reiches und Freistaat.
Nach dem 2. Weltkrieg: Besetzung des westlich der Elbe gelegenen Landesteils durch amerikanische Truppen.
Juni 1945: Abtretung dieses Teil an die Sowjetische Besatzungszone.
1945: Vereinigung des Freistaates Anhalt mit den Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg zur Provinz Sachsen-Anhalt.
1947: Die Provinz Sachsen-Anhalt erhält den Status eines Landes.
1949: Sachsen-Anhalt wird Teil der Deutschen Demokratischen Republik.
Regierung und Landtag haben ihren Sitz in Halle, Magdeburg ist zu stark zerstört.
1952: Aufteilung des Landes in die Bezirke Magdeburg und Halle.
Juli 1990: Wiederherstellung des Landes Sachsen-Anhalt.
Oktober 1990: Sachsen-Anhalt wird Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.


Politik

Landtagswahlen Oktober 1990: Regierungskoalition von CDU und FDP.
Juli 1994: SPD und Bündnis 90/Die Grünen bilden Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Reinhard Höppner (SPD).
Landtagswahlen 2006: CDU 36,2 %, SPD 21,4 %, PDS 24,1 %, FDP 6,7 %, Bündnis 90/Grüne 3,6 %
Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer (CDU).
Landtagswahlen 2011: CDU 32,5 %, SPD 21,5 %, Linke 23,7 %, Bündnis 90/Grüne 7,1 %, FDP 3,8 %, NPD 4,6 %
Koalition aus CDU und SPD; Ministerpräsident ist Dr. Reiner Haseloff (CDU).


Bevölkerung

Bevölkerung: 2.313.280 EW
Bevölkerungsdichte: 113 EW je km²
Jährlicher Wanderungssaldo: - 8.370 EW
Ausländische Bevölkerung: 44.523 EW
Schüler: 238.069
Auszubildende: 39.904
Studierende: 55.761


Wirtschaft

Landwirtschaft: Die Magdeburger Börde gehört zu den fruchtbarsten Gebieten Deutschlands, Hauptanbauprodukte sind Weizen und Zuckerrüben, Rinder- und Schweinehaltung sind ebenfalls von Bedeutung. Im Harz überwiegend Grünlandwirtschaft, im Süden auch Sonderkulturen wie Wein und Obst. In der Altmark vor allem Roggen und Kartoffeln. Industrielle Ballungsgebiete: Halle/Merseburg/Bitterfeld, Magdeburg/Schönebeck, Sangerhausen/Hettstedt. Vorherrschend: Chemische Industrie, daneben auch Maschinenbau, Energiegewinnung und Baustoffherstellung. Wichtiger Wirtschaftsfaktor Tourismus: Hauptanziehungspunkt Harz. Verkehrsnetz im Süden dichter als im Norden, Halle und Magdeburg sind wichtige Eisenbahnknotenpunkte. Auf Elbe und Saale Binnenschifffahrt, der Mittellandkanal verbindet die Elbe mit dem rheinisch-westfälischen Flusssystem, der Elbe-Havel-Kanal verbindet Sachsen-Anhalt mit Berlin und der Oder.

Landwirtschaftlich genutzte Fläche: 12.642 km²
Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft, Fischerei: 21.800
Beschäftigte im produzierenden Gewerbe: 260.400
Beschäftigte in Handel, Gastgewerbe und Verkehr: 238.500
Beschäftigte in sonstigen Dienstleistungsbetrieben: 490.100
Arbeitslosenquote: 11,1 %
Bruttoinlandsprodukt: 51,88 Mrd. EUR
Einnahmen der öffentlichen Haushalte: 13.272 Mio. EUR
davon Steuereinnahmen: 9.266 Mio. EUR
Ausgaben der öffentlichen Haushalte: 13.288 Mio. EUR
Straßen des überörtlichen Verkehrs: 10.984 km
Bestand an Kraftfahrzeugen: 1.411.183


Administrative Gliederung

Landeshauptstadt: Magdeburg
Fläche: 20.448,54 km²
3 kreisfreie Städte, 11 Landkreise, insgesamt 219 Gemeinden, darunter 104 Städte.
Die kreisfreien Städte haben eine Fläche von insgesamt 580,7 km² mit 551.394 EW.
Die Landkreise haben eine Fläche von insgesamt 19.868,9 km² mit 1.783.612 EW.
Die flächengrößte kreisfreie Stadt: Magdeburg mit 200,99 km².
Der flächengrößte Landkreis: Stendal mit 2.423,1 km².
Der bevölkerungsreichste Landkreis: Harz mit 232.343 EW.

Die 2 Großstädte
Einwohner

Halle (Saale)
232.963
Magdeburg
231.525




Physische Geographie

Sachsen-Anhalt reicht vom Norddeutschen Tiefland bis an die deutsche Mittelgebirgsschwelle, es erstreckt sich zu beiden Seiten der mittleren Elbe. Im Norden liegt die Altmark, eine teils ebene, teils flachwellige Landschaft mit (Alt-)Moränen der Saale-Eiszeit. Südlich davon liegt die (Colbitz-)Letzlinger Heide. Im Zentrum Sachsen-Anhalts liegt die überaus fruchtbare Magdeburger Börde. Südwestlich davon liegen Harz und Harzvorland. Im Süden hat Sachsen-Anhalt Anteil am Thüringer Becken, an der Goldenen Aue und an der Leipziger Tieflandsbucht. Im Osten liegt der Fläming. Die größten Flüsse des Landes sind Elbe, Saale, Bode und Unstrut. Das Klima ist ozeanisch geprägt. Im Norden des Harzes fallen beträchtliche Niederschläge, Saale-, Unstrut- und Bodetal gehören hingegen zu den trockensten Landschaften Deutschlands.

Mittlere Jahrestemperatur (Brocken): 2.9 °C
Mittlere Jahrestemperatur (Magedeburg): 8.7 °C

Mittlere Niederschlagshöhe (Brocken): 1.594 mm
Mittlere Niederschlagshöhe (Magedeburg): 494 mm

Ausgewählte Berge m ü. NN

Brocken 1.142
Hellberge 160


Die größten Talsperren km²

Rappbode (Rappbode-Bode-Saale/Elbe) 4,0
Kelbra (Helme-Unstrut-Saale/Elbe) 6,0




Quelle: Geographie Infothek
Autor: Lars Pennig, Kristian Uhlenbrock, Wiebke Hebold
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2012
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 21.08.2012
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