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Infoblatt Brandenburg in Zahlen


Tabellarische Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen Brandenburgs



Bundesland im Osten der Bundesrepublik Deutschland, grenzt im Norden an Mecklenburg-Vorpommern, im Osten an Polen, im Süden an Sachsen und im Westen an Sachsen-Anhalt. Im Zentrum des Bundeslandes liegt der Stadtstaat Berlin.

Interaktive Satellitenkarte von Brandenburg (Google)


Geschichte

Ursprüngliche Besiedlung durch die Sweben.
Frühmittelalter: Eroberung durch Slawenstämme (u. a. Liutizen).
10. Jh.: Eroberung und Christianisierung durch Heinrich I.
Erhebung des Gebietes unter seinem Sohn Kaiser Otto I. zur Mark Brandenburg.
Seit 1157 tragen die Herrscher der Mark den Titel Markgrafen.
1323 - 1411: Brandenburg wird von Fürsten aus den Häusern Wittelsbach und Luxemburg regiert.
1356 erhebt Kaiser Karl IV. Brandenburg zu einem der sieben Kurfürstentümer des Heiligen Römischen Reiches.
1415 unterstellt Kaiser Sigismund das Kurfürstentum dem Burggrafen Friedrich von Nürnberg.
1540 wird die Reformation in Brandenburg eingeführt.
1618 erwirbt Kurfürst Johann Sigismund durch Heirat das Herzogtum Preußen.
Im 18. Jh. legt Kurfürst Friedrich Wilhelm den Grundstein für den Aufstieg Brandenburg-Preußens zum mächtigsten deutschen Staat.
Von 1701 bis zum 2. Weltkrieg geht die Geschichte Brandenburgs in der Geschichte Preußens auf.
1945: Auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone wird das Land Brandenburg gegründet.
1952: Auflösung in die Bezirke Cottbus, Potsdam und Frankfurt (Oder).
1990: Neugründung des Landes Brandenburg.
Juli/August 1997: Das östliche Brandenburg ist von einer Hochwasserkatastrophe dramatischen Ausmaßes betroffen. Oderbruch und Ziltendorfer Niederung werden völlig überschwemmt. Der Gesamtschaden liegt bei über 300 Millionen EUR.


Politik

Oktober 1990: Nach den Landtagswahlen einigen sich SPD, FDP und Bündnis 90/Grüne auf die Bildung einer Regierungskoalition unter Ministerpräsident Manfred Stolpe.
1992: Verabschiedung der Landesverfassung. Seit den Landtagswahlen vom September 1994 regiert die SPD, seit 1999 zusammen mit der CDU.
5. Mai 1996: Die Bürger Berlins entscheiden sich mit knapper Mehrheit für den Zusammenschluss mit Brandenburg, der jedoch am Votum der Brandenburger scheitert.
Landtagswahlen 19. Februar 2004: SPD 31,9 %, PDS 28,0 %, CDU 19,4 %, DVU 6,1 %, Bündnis 90/Grüne 3,6 %, FDP 3,3 %, Koalition von SPD und CDU unter Matthias Platzeck.
Landtagswahlen 27. September 2009: SPD 30,3 %, Linke 29,5 %, CDU 22,3 %, FDP 6,3 %, Bündnis 90/Grüne 5,9 %, Koalition von SPD und Linke, Matthias Platzeck bleibt Ministerpräsident.
29. August 2013: Dietmar Woidke, bisheriger Innenminister, wird Nachfolger von Matthias Platzeck, der aus gesundheitlichem Gründen seinen Rücktritt eingereicht hat.


Bevölkerung

Bevölkerung: 2,49 Mio. EW
Bevölkerungsdichte: 84,6 EW je km²
Jährlicher Wanderungssaldo: : + 1.847 EW
Ausländische Bevölkerung: 69.300 EW
Schüler: 276.757
Auszubildende: 33.358
Studierende: 51.676

Im Süden der Niederlausitz leben die Niedersorben. Das ursprünglich westslawische Volk der Sorben (Wenden), das in der Lausitz ca. seit dem 7. Jahrhundert siedelt, hat sich eine eigene Sprache (Sorbisch) und Kultur erhalten.


Wirtschaft

Niederlausitz: Braunkohletagebau, Stromerzeugung Stadtrandzone Berlins: Eisenhüttenindustrie, Maschinenbau.
Weitere Industrieansiedlungen: Wittenberge, Frankfurt/Oder, Schwedt und Eisenhüttenstadt. Landwirtschaft in weiten Landesteilen bedeutendster Wirtschaftszweig (v. a. Weizen, Roggen, Gerste und Zuckerrüben, in Oderbruch und Spreewald Gemüseanbau, im Havelland Obstanbau).
Der Tourismus hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt, Wälder und Seen ziehen vor allem Erholungssuchende aus dem Ballungsraum Berlin an. Auf über 30 Prozent der Landesfläche sind verschiedene Natur- und Landschaftsschutzgebiete geplant oder bereits ausgewiesen.
Brandenburg wird von Eisenbahnstrecken und Autobahnen sternförmig durchzogen.
Bedeutende Binnenhäfen: Potsdam, Wittenberge und Königs Wusterhausen.
Der Flughafen Berlin-Schönefeld soll bis zum Jahr 2013 zum Großflughafen der Bundeshauptstadt ausgebaut werden.

Landwirtschaftlich genutzte Fläche: 1.455.972 Hektar
Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft, Fischerei: 30.300
Beschäftigte im produzierenden Gewerbe: 242.800
Beschäftigte in Handel, Gastgewerbe und Verkehr: 272.100
Beschäftigte in sonstigen Dienstleistungsbetrieben: 527.000
Arbeitslosenquote: 10,0 %
Bruttoinlandsprodukt: 55,09 Mrd. EUR
Einnahmen der öffentlichen Haushalte: 13.792 Mio. EUR
davon Steuereinnahmen: 9.605 Mio. EUR
Ausgaben der öffentlichen Haushalte: 13.708 Mio. EUR
Straßen des überörtlichen Verkehrs: 12.364 km
Bestand an Kraftfahrzeugen: 1.603.755


Administrative Gliederung

Landeshauptstadt: Potsdam
Landesfläche: 29.483 km²

4 kreisfreie Städte und 14 Landkreise
Die kreisfreien Städte haben eine Fläche von insgesamt 728,45 km² mit 388.553 EW.
Die Landkreise haben eine Fläche von insgesamt 28.754,68 km² mit 2.112.168 EW.
Die flächengrößte kreisfreie Stadt: Brandenburg a. d. Havel mit 228,80 km²
Der flächengrößte Landkreis: Uckermark mit 3.058,08 km²
Der bevölkerungsreichste Landkreis:
Potsdam-Mittelmark mit 205.070 EW
Insgesamt 419 Städte und Gemeinden

Die 2 Großstädte
Einwohner

Potsdam
156.906
Cottbus 102.091




Physische Geographie

Brandenburg liegt im Norddeutschen Tiefland, es ist von den Eismassen der Weichsel-Eiszeit geprägt. Im Norden erstreckt sich von Nordwesten nach Südosten ein Endmoränenbogen (Baltischer Landrücken) dieser ist bis über 150 Meter hoch. Zwischen den Moränenhügeln sind zahlreiche Seen eingebettet. Im Nordwesten liegt eine trockene und waldreiche Sanderlandschaft, die Prignitz. An Polen grenzen die Uckermark (mit der Schorfheide) im Norden, die Märkische Schweiz im Osten Berlins und die Niederlausitz im Süden. Die Oberflächenformen des südlichen Brandenburgs wurden schon während der Saale-Eiszeit geschaffen. Die Altmoränen dieser Eiszeit bilden den Lausitzer Grenzwall und den Fläming. Durch die zentralen Teile Brandenburgs verlaufen von Ost nach West Urstromtäler. Von Süden nach Norden folgen aufeinander das Glogau-Baruther, das Warschau-Berliner und das Thorn-Eberswalder Urstromtal. In diesen Tälern verlaufen heute Teilstücke der Flüsse Spree, Havel und Elbe, einige Kanäle und die Feuchtgebiete Spreewald, Oderbruch und Havelland. Das Klima Brandenburgs ist kontinental-trocken. Im Durchschnitt fallen zwischen 500 und 600 Millimeter Jahresniederschlag. Am Fläming, in der Niederlausitz und am Baltischen Landrücken werden bis zu 800 Millimeter gemessen. Etwa 13 Prozent der Fläche des Landes sind mit Wald bedeckt, hauptsächlich auf Sandböden des Baltischen Landrückens, der südlichen Uckermark (Schorfheide) und der Altmoränen.

Die höchsten Erhebungen
m ü. NN

Kutschenberg (Oberspreewald-Lausitz)
201
Hagelberg (Potsdam-Mittelmark)
200
Hoher Berg (Spree-Neiße)
184
Golmberg (Teltow-Fläming)
178


Die größten Seen
Fläche in km²

Scharmützelsee
12,1
Schwielochsee
11,5
Unterueckersee
10,7
Parsteiner See
10,0




Quelle: Geographie Infothek
Autor: Lars Pennig, Kristian Uhlenbrock, Wiebke Hebold
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2012
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 29.08.2013
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