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Vegetationszonen: Die Zone der arktischen Tundra und Eiswüsten


Vegetationszone, arktische Tundra, Eiswüste, Dauerfrostboden, Gras- und Krautpflanzen, Moose, Zwergsträucher



Tundra (Klett)


Verbreitung

Die arktische Tundra reicht über die gesamte nördliche Halbkugel von Eurasien bis Nordamerika und liegt dabei jenseits der polaren Waldgrenze. Im Südpolargebiet wird fast die gesamte Antarktis von Gletschern eingenommen und die wenigen eisfreien Täler und Küstenzonen sind von einer kalten Polarwüste bedeckt. Nur am äußersten Rand der antarktischen Halbinsel und in kleineren Gebieten auf Feuerland und den Falkland-Inseln sind vereinzelte Tundrenvorkommen zu finden.


Klima

Klimatisch liegt die Vegetationszone der arktischen Tundra im Bereich der polaren bzw. subpolaren Zone, die durch lange, kalte Winter und kurze, kühle Sommer mit einer kurzen Vegetationszeit von max. 2 Monaten geprägt ist. Ein charakteristisches Merkmal der Tundra ist der Dauerfrostboden, der bis in eine Tiefe von mehr als 100 m reichen kann. Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, sammelt sich der geschmolzene Schnee in Vertiefungen des Untergrundes. Die oberste Schicht des Bodens taut zwar auf, doch der Dauerfrost darunter verhindert das Versickern des Schmelzwassers und es kommt zu riesigen Überschwemmungsgebieten. Ein weiteres Merkmal ist die schwache Sonneneinstrahlung, da die Sonne im Winter lange Zeit unterhalb des Horizonts bleibt und selbst im Sommer nicht sehr hoch am Himmel steht.


Vegetation

Nach dem Grad der Vegetationsbedeckung können niederarktische und hocharktische Tundren sowie polare Wüsten unterschieden werden. Tundren beginnen etwa dort, wo die Vegetation weniger als 10 % der Landfläche einnimmt; die polaren Wüsten sind im Wesentlichen frei von Pflanzen.
Die Pflanzenformation der Tundra besteht mehrheitlich aus Gras- und Krautpflanzen sowie Moosen, die in feuchten Senken zu finden sind bzw. Zwergsträucher und Flechte auf trockenen Kuppen im Gelände. Je nach dem Vorherrschen bestimmter Pflanzen spricht man von Flechten-, Moos- oder Zwergstrauchtundra. Die Pflanzengesellschaften sind überall artenarm. In den meisten Gebieten wird die gesamte Vegetation (teilweise bis über 90 %) von weniger als 10 Arten gestellt.


Quelle: Geographie Infothek
Autor: Susanne Heise
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2003
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 26.01.2006
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