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Die Magie des Magnetfelds


Forschen am Mittelpunkt der Erde
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Es war eine eigenartige Entdeckung, die die Chinesen gemacht hatten: Wenn sie mit bestimmten Steinen einige Male über eine Eisennadel strichen und diese dann frei beweglich aufhängten, richtete sich die Nadel immer in Nord-Süd-Richtung aus. Schnell erkannten sie, dass sich auf diese Weise ein nützliches Navigationsinstrument bauen ließ – der magnetische Kompass war erfunden. Allerdings streiten sich die Historiker, ob die Chinesen dieses Instrument tatsächlich schon 2500 v. Chr. einsetzten oder erst 270 n. Chr.. Die älteste schriftliche Überlieferung über die Benutzung eines Kompasses in Europa stammt aus dem Jahr 1190 n. Chr.. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde diese „Wundernadel“ zu einer der wichtigsten Grundlagen, die es portugiesischen, spanischen und dann auch englischen Seefahrern ermöglichte, die Welt zu entdecken. Egal, ob Columbus, Magellan oder gänzlich unbekannte Abenteurer – kein Kapitän ging mehr auf große Fahrt über die Weltmeere, ohne einen Kompass an Bord zu haben.



Quelle: GEOMAX - www.max-wissen.de
Autor: Ute Hänsler
Verlag: Max-Planck-Gesellschaft
Ort: München
Quellendatum: Ausgabe 9 - Winter 2004
Bearbeitungsdatum: 02.05.2007
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