Haack Weltatlas Heimatteile - Online

Infoblatt Baden-Württemberg in Zahlen


Tabellarische Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen Baden-Württembergs



Baden-Württemberg liegt im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Es grenzt im Norden an die Bundesländer Hessen und Bayern, im Osten an Bayern, im Süden an die Schweiz und im Westen an Rheinland-Pfalz sowie Frankreich an.

Interaktive Satellitenkarte von Baden-Württemberg (Google)


Geschichte

Ursprüngliche Bevölkerung Kelten und Sweben.
1. Jh.n.Chr.: Eroberung durch Römer.
3. Jh.: Eroberung durch Alemannen.
5. Jh.: Eroberung durch Franken.
Im Mittelalter zahlreiche Fürstentümer.
1495: Württemberg wird Herzogtum.
1803: Der Herzog von Württemberg wird Kurfürst und 1806 König.
1746 wird Karl Friedrich von Zähringen Markgraf, unterstützt Napoleon I. und tritt mit Baden dem Rheinbund bei.
1811 wird sein Enkel Karl Herrscher des Großherzogtums Baden.
Nach der Völkerschlacht bei Leipzig verlässt Karl den Rheinbund und tritt 1815 dem Deutschen Bund bei.
1867: Baden und Württemberg werden Mitglied des Norddeutschen Bundes.
1871: Anschluss an das Deutsche Reich.
1919: Ausrufung des Freistaats Baden und der Republik Württemberg.
1933: Gleichschaltung mit dem Reich.
Nach Ende des 2. Weltkrieges Vereinigung der amerikanisch kontrollierten Teile von Baden und Württemberg.
1946: Zusammenschluss zum unabhängigen Land Württemberg-Baden.
1947 wird das französisch besetzte Südbaden ein eigenes Land.
1949 werden alle drei Länder Teile der Bundesrepublik Deutschland.
1952 entsteht nach einer Volksabstimmung aus (Süd-)Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern das heutige Bundesland Baden-Württemberg, obwohl sich die Mehrheit der Bevölkerung Badens gegen den Zusammenschluss ausspricht.


Politik

Seit 1953 CDU stärkste Partei, bis 1972 führte die CDU Koalitionen an. Von 1972 bis 1992 alleinregierend.
1978 - 1991: Ministerpräsident Lothar Späth
1991 - 2005: Ministerpräsident Erwin Teufel
2005 übernimmt Günther Oettinger (CDU) dieses Amt
1992 - 1996: große Koalition aus CDU und SPD
1996 - 2005 Koalition aus CDU und FDP
Landtagswahlen vom 26. März 2006: CDU 44,2 %, SPD 25,2 %, FDP 10,7 %, Bündnis 90/Grüne 11,7 %
Fortführung der Koalition aus CDU und FDP unter Günther Oettinger.
Stefan Mappus (CDU) löst Günther Oettinger, der neuer EU-Kommissar für Energie ist, am 10. Februar 2010 ab.
Landtagswahlen vom 27. März 2011: CDU 39,0 %, Bündnis 90/Grüne 24,2 %, SPD 23,1 %, FDP 5,3 %
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Grüne) ist in einer Koalition aus Grünen und SPD Ministerpräsident.


Bevölkerung

Bevölkerung: 10.753.880 EW
Bevölkerungsdichte: 301 EW je km²
Jährlicher Wanderungssaldo: + 41.458 EW
Ausländische Bevölkerung: 1.275.278 EW
Schüler: 1.660.221
Auszubildende: 205.363
Studierende: 304.994


Wirtschaft

Höchster Industrialisierungsgrad, höchste Handwerksdichte aller Bundesländer.
Kaum Bodenschätze außer Kalisalz und Erdöl.
Klein- und Mittelbetriebe der Verarbeitungs- und Veredelungsindustrie sind charakteristisch.
Wichtigste Branchen: Kraftfahrzeugbau (in und um Stuttgart, Nordwürttemberg), Maschinenbau (Nordbaden, Nordwürttemberg), Elektrotechnik, Textilien (Allgäu, Südostschwarzwald, Schwäbische Alb), Uhren, optische Geräte und Möbel (Südschwarzwald), chemische Industrie (Rhein-Neckar-Raum).
Landwirtschaftliche Produkte: Weizen, Gerste, Wein, Obst, Kartoffeln und Tabak. Konzentration der Ackerflächen auf das Rhein-, Neckar- und Taubertal.
Milch- und Forstwirtschaft: Schwarzwald, Keuperbergland.
In klimatisch begünstigten Regionen: Wein, Hopfen, Spargel, Obst.
Fremdenverkehr v. a. im Schwarzwald, am Bodensee und der Schwäbischen Alb.
Über 60 Heilbäder, heilklimatische Kurorte und Kneippkurorte.

Landwirtschaftlich genutzte Fläche: 1.632.647 Hektar
Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft, Fischerei: 68.500
Beschäftigte in produzierendem Gewerbe: 1.906.300
Beschäftigte in Handel, Gastgewerbe und Verkehr: 1.260.600
Beschäftigte in sonstigen Dienstleistungsbetrieben: 2.271.300
Arbeitslosenquote: 3,7 %
Bruttoinlandsprodukt: 376,3 Mrd. EUR
Einnahmen der öffentlichen Haushalte: 56.651 Mio. EUR
davon Steuereinnahmen: 38.651 Mio. EUR
Ausgaben der öffentlichen Haushalte: 55.664 Mio. EUR
Straßen des überörtlichen Verkehrs: 27.449 km
Bestand an Kraftfahrzeugen: 6.944.460


Administrative Gliederung

Landeshauptstadt: Stuttgart
Landesfläche: 35.751,47 km²

Regierungsbezirke Einwohner

Stuttgart 4.003.000
Karlsruhe 2.744.000
Freiburg 2.199.000
Tübingen 1.808.000


Regionalverbände

Stuttgart Südlicher Oberrhein
Franken Schwarzwald-Baar-Heuberg
Ostwürttemberg Hochrhein-Bodensee
Mittlerer Oberrhein Neckar-Alb
Unterer Neckar Donau-Iller
Nordschwarzwald Bodensee-Oberschwaben


1.101 Gemeinden
44 Stadt- und Landkreise
Der flächengrößte Landkreis: Ortenaukreis mit 186.079 ha
Bevölkerungsreichster Landkreis: Rhein-Neckar-Kreis mit 539.132 EW
Flächengrößter Stadtkreis: Stuttgart mit 20.735 ha

Die 9 Großstädte
Einwohner

Stuttgart
613.392
Mannheim
314.931
Karlsruhe
297.488
Freiburg
229.144
Heidelberg
149.633
Heilbronn
124.257
Ulm
123.672
Pforzheim
120.709
Reutlingen
112.735




Physische Geographie

Baden-Württemberg wird geprägt durch die Oberrheinische Tiefebene, einem zwischen dem Schwarzwald und den Vogesen (bzw. zwischen dem Odenwald und dem Pfälzer Wald) eingesunkenen Grabenbruch (Oberrheingraben). Im Süden der Oberrheinischen Tiefebene liegt der Kaiserstuhl, ein Bergland vulkanischen Ursprungs. An den Oberrheingraben schließt sich im Osten der Schwarzwald an. An der Grenze zu Hessen liegt der Odenwald. Im Südosten hat Baden-Württemberg Anteil am Alpenvorland (Oberschwaben). Das Zentrum und der Nordosten des Bundeslandes wird vom westlichen Teil des südwestdeutschen Schichtstufenlandes dominiert. Beiderseits des Neckars und in seinen Seitentälern gibt es je nach geologischem Untergrund fruchtbare und intensiv landwirtschaftlich genutzte Regionen oder ausgedehnte Wälder. Die Schwäbische Alb ist eine markante Stufe mit einer Höhe von bis zu 1.000 m. Über sie verläuft die europäische Wasserscheide, die die Einzugsgebiete von Rhein und Donau trennt.

Die längsten Flüsse
Länge in km

Rhein
402
Neckar
367
Donau
320
Jagst
203
Kocher
182
Enz mit Nagold
110


Die höchsten Berge
m ü. NN

Feldberg (Südschwarzwald)
1.493
Hornisgrinde (Nordschwarzwald)
1.164
Schwarzer Grat (Allgäu)
1.118
Lemberg (Schwäbische Alb)
1.015
Hohenstoffeln (Hegau)
844
Höchsten (Oberschwaben) 833
Katzenbuckel (Odenwald)
626




Quelle: Geographie Infothek
Autor: Lars Pennig, Kristian Uhlenbrock, Wiebke Hebold
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2012
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 23.08.2012
Online-Link/Code