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Infoblatt Hamburg in Zahlen


Tabellarische Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen Hamburgs



Bundesland in Norddeutschland an den Flüssen Elbe und Alster, etwa 110 Kilometer entfernt von der Elbemündung gelegen. Der Stadtkern Hamburgs liegt um einige Fleete (Kanäle) und die Binnenalster herum und lässt sich in die Altstadt Neustadt. Hamburg besitzt mehr Brücken als Amsterdam und Venedig zusammen. Die im Stadtzentrum zu einem See aufgestaute Alster teilt sich in die kleinere Binnen- und die größere Außenalster.

Interaktive Satellitenkarte von Hamburg (Google)


Geschichte

808: Karl der Große gründet Hammaburg.
831: Karls Sohn Ludwig der Fromme erklärt Hammaburg zum Bischofssitz.
845: Zerstörung des Stützpunktes durch Wikinger.
847: Verlegung des Erzbistumsitzes nach Bremen.
Verleihung der Stadtrechte als Auszeichnung für während des 3. Kreuzzuges geleistete Unterstützung.
Zoll-, Handels- und Schifffahrtsprivilegien fördern wirtschaftlichen Aufschwung.
1241 - 1249: Aus einem Verteidigungsbündnis mit Lübeck und Bremen entsteht die Hanse.
Hamburg wird eine der mächtigsten und reichsten Städte der Hanse.
1510: Bestätigung des Titels "Freien Hansestadt".
1529: Wirtschaftliche Blüte aufgrund der Reformation.
1618 - 1648: Abnahme der wirtschaftlichen Bedeutung während des Dreißigjährigen Krieges.
1783: Erstes Handelsabkommen mit den USA.
1806 - 1811: Französische Besatzung während der Napoleonischen Kriege.
1815: Beitritt zum Deutschen Bund.
1842: Großer Brand.
1892: Cholera-Epidemie.
1921: Erste parlamentarisch-demokratische Verfassung.
1938: Anschluss der Städte Altona, Harburg und Wandsbek.
Während des 2. Weltkrieges mehrere Male Ziel alliierter Luftangriffe.


Politik

Gesetzgebung liegt nach der Verfassung vom 6. Juni 1952 bei der Bürgerschaft (Landesparlament).
Die Bürgerschaft wählt den Ersten Bürgermeister und Senatspräsidenten aus ihren eigenen Reihen, dieser beruft seinen Stellvertreter (Zweiter Bürgermeister) sowie die Mitglieder des Senats, also der Landesregierung (meist 10 bis 15 Mitglieder).
Der Senat nimmt Verwaltungsaufgaben wahr und kann Gesetzesvorlagen in die Bürgerschaft einbringen. 8. Juni 1988: Henning Voscherau (SPD) wird erster Bürgermeister und Nachfolger von Klaus von Dohnanyi (SPD).
1993 verliert die SPD bei den Bürgerschaftswahlen die absolute Mehrheit.
Zunächst kommt das Regierungsbündnis mit den Grünen nicht zustande, die SPD geht eine Koalition mit der Wählervereinigung STATT-Partei ein.
1997 muss die SPD erneut Verluste hinnehmen, Rücktritt Voscheraus.
Sein Nachfolger wird Ortwin Runde mit einer Regierungskoalition aus SPD und Grün-Alternativer Liste (GAL).
Im Mai 1999 spalten sich wegen Meinungsverschiedenheiten zum Kosovo-Krieg fünf Abgeordnete von der GAL-Fraktion ab und arbeiten unter dem Namen "REGENBOGEN - für eine neue Linke" in der Bürgerschaft weiter.
Am 23.09.2001 zieht erneut die F.D.P. (5,1 %, 6 Sitze) sowie erstmals die "Partei Rechtsstaatlicher Offensive (Schill-Partei)" (19,4 %, 25 Sitze) in die Bürgerschaft ein. Zusammen mit der CDU (26,2 %, 33 Sitze) bilden sie eine Koalition gegen die SPD (36,5 %, 46 Sitze) und die GAL (8,6 %, 11 Sitze).
Nach Aufkündigung der Koalition mit der "Partei Rechtsstaatlicher Offensive (Schill-Partei)" am 09.12.2003 wurde am 29.02.2004 die Bürgerschaft neu gewählt: CDU 47,2 %, SPD 30,5 %, GAL 12,3 %, PRO DM / Schill 3,1 %, FDP 2,8 %. Absolute Mehrheit für die CDU.
Ergebnisse der Bürgerschaftswahl vom 24.02.2008: CDU 42,6 %, SPD 34,1 %, GAL 9,6 %, Linkspartei 6,4 %, FDP 4,7 %.
Christoph Ahlhaus (CDU) folgte Ole von Beust, der am 18. Juli 2010 seinen Rücktritt verkündete, als Präsident des Senats und Erster Bürgermeister in einer Koalition aus CDU und GAL am 25. August 2010 nach.
Die Koalition wurde von der GAL Ende November 2010 aufgekündigt. In der Folge fanden am 20. Februar 2011 Neuwahlen statt: SPD 48,3 %, CDU 21,9 %, GAL 11,2 %, FDP 6,6 %, Linke 6,4 % (absolute Mehrheit für die SPD).
Olaf Scholz (SPD) wurde am 07. März 2011 zum Präsidenten des Senats und Ersten Bürgermeister gewählt.


Bevölkerung

Bevölkerung: 1.798.836 EW
Bevölkerungsdichte: 2.349 EW je km²
Jährlicher Wanderungssaldo: + 11.870 EW
Ausländische Bevölkerung: 237.867 EW
Schüler: 243.488
Auszubildende: 34.947
Studierende: 85.009


Wirtschaft

Zweitgrößter Seehafen Europas (nach Rotterdam), an das Eisenbahnnetz sowie an die großen Wasserstraßen Mitteleuropas angebunden.
Einer der bedeutendsten Containerhäfen der Welt. Freihafen, in dem Waren zollfrei gelagert werden dürfen.
Schiffbau- und Reparaturwerften, Luftfahrtindustrie, Elektrotechnik, Maschinenbau.
Mineralölverarbeitung, chemische Industrie, Lebens- und Genussmittelherstellung.
Eine der führenden Medienstädte Deutschlands, mehrere Verlagshäuser, Messestandort.
Zahlreiche Import- und Exportfirmen, wichtiger Banken- und Versicherungsplatz.

Landwirtschaftlich genutzte Fläche (mit Berlin und Bremen): 24,7 km²
Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft, Fischerei: 3.100
Beschäftigte im produzierenden Gewerbe: 147.600
Beschäftigte in Handel, Gastgewerbe und Verkehr: 377.200
Beschäftigte in sonstigen Dienstleistungsbetrieben: 611.600
Arbeitslosenquote: 7,6 %
Bruttoinlandsprodukt: 94,43 Mrd. EUR
Einnahmen der öffentlichen Haushalte: 12.489 Mio. EUR
davon Steuereinnahmen: 8.901 Mio. EUR
Ausgaben der öffentlichen Haushalte: 12.878 Mio. EUR
Straßen des überörtlichen Verkehr: 204 km
Bestand an Kraftfahrzeugen: 841.862


Administrative Gliederung

Fläche: 755,16 km²
Hafen: 73,99 km²
1 kreisfreie Stadt
7 Bezirke, 105 Stadtteile

Bezirke Einwohner

Eimsbüttel 257.064
Altona 261.213
Hamburg-Nord 294.622
Wandsbek 416.369
Bergedorf 121.541
Harburg 153.196
Hamburg-Mitte 294.831




Physische Geographie

Hamburg liegt im Urstromtal der Niederelbe sowie am Geestrand und dem Endmoränengebiet der Schwarzen Berge. Marschland im Südosten (Vierlande) wird von einigen Altarmen der Elbe durchflossen. Zahlreiche kleine Inseln zwischen Norder- und Süderelbe tragen einen Großteil der Industrie- und Hafenanlagen.

Höchste Erhebung: 116,1 m ü. NN (Harburger Berge)
Größe der Außenalster: 160 ha
Größe der Binnenalster: 18 ha
Durchschnittliche Lufttemperatur im Jahresmittel: 9,7 °C
Sonnenscheindauer: 1.530 Stunden jährlich
Jährliche Niederschlagshöhe: 772 mm


Quelle: Geographie Infothek
Autor: Lars Pennig, Kristian Uhlenbrock, Wiebke Hebold
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2012
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 23.08.2012
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